V E R E I N S N A M E N . D E

-  Z e n t r a l s t e l l e   f ü r   d e u t s c h e   F u ß b a l l - V e r e i n s n a m e n  -



Einstieg    • Sammlung Bezeichnungsnamen    • Sammlung Wortnamen    • Vertiefungen
Namentliche Werdegänge    • Zeitgeschehen    • Vereinsnamen-Knigge    • Geschichtswerke



Vorbemerkungen    • Erstligisten    • Zweitligisten    • Drittligisten    • Weitere Klubs
Schweizer Klubs    • Österreichische Klubs




Namentliche Werdegänge der Zweitligisten


Eintracht Braunschweig
1895: Gründung des FC Victoria Braunschweig, der nur wenige Wochen überlebte, da er laut Satzung ausschließlich Schülern offenstand, denen aber von der Schulbehörde Vereinsmitgliedschaften untersagt waren. 1895: Aus dem FC Victoria Braunschweig heraus und unter Beteiligung der kompletten 1. Mannschaft Gründung des FuCC Eintracht 1895 Braunschweig (FuCC = Fußball- und Cricket-Club). Zum Programm gehörte anfangs auch das ebenfalls unter „Fußball“ verstandene Rugby. 1906: Umbenennung in FC Eintracht 1895 Braunschweig (evtl. ohne Ortsname). 1920: Umbenennung in SV Eintracht Braunschweig. 1945: Nach von den Alliierten verhängtem Namensverbot Anschluß an den kurz zuvor durch 21 (!) vorherige - zumeist sicherlich fußballose - Vereine gebildeten TSV Braunschweig. 1949: Umbenennung des TSV Braunschweig in Braunschweiger TSV Eintracht 1895. 1983: Umbenennung in SV Jägermeister Braunschweig. Wegen andauernder Rechtsstreitigkeiten mit dem DFB konnte dieser Namenswechsel jedoch nicht wirksam werden. 1986 gewann Eintracht die Auseinandersetzung zwar in letzter Instanz, verzichtete dann aber.


Hannover 96
1898: Gründung des FV Hannovera 98 (je nach Auffassung ohne oder mit abgewandeltem Ortsnamen). 1899-1901: Allmähliche Umstellung von Rugby auf Fußball beim Hannoverschen FC 1896, aufgrund einer namentlichen Zwickmühle schon damals kurz „96“ genannt (s. „Vertiefungen / Erfinder bzw. Einführer“ ganz unten). 1902: Abspaltung eines Hannoverschen BV vom Hannoverschen FC 1896. 1902: Gründung des FV Germania 02 Hannover. 1904: Anschluß des FV Germania 02 Hannover an den Hannoverschen FC 1896. 1905: Fusion zwischen dem FV Hannovera 98 und dem Hannoverschen BV zum BV Hannovera 98. 1913: Fusion zwischen dem Hannoverschen FC 1896 und dem BV Hannovera 98 zum Hannoverschen SV 1896. 1945: Nach von den Alliierten verhängtem Namensverbot Umbenennung in Hannoverscher SV. 1946: Rückbenennung in Hannoverscher SV 1896.


1.FC Nürnberg
1901: Umstellung von Rugby auf Fußball beim 1900 gegründeten 1.FC Nürnberg. Der Vereinsname trügt, denn Jahre zuvor hatten schonmal drei Rugby-/Fußballklubs in der Stadt bestanden. Das „F“ deutete sich natürlich sofort auf die neue Sportart um, aber wollte man darin den Ursprungssinn sehen, dann hätte der 1.FC Nürnberg neben zwei hannoverschen Klubs den einzigen Vereinsnamen in Deutschland, der noch von der gemeinsamen Zeit der beiden Sportarten zeugt. 1903: Aufnahme des Fußballspiels im TV 1846 Nürnberg. 1904: Abspaltung der Fußballabteilung des TV 1846 Nürnberg als FC Franken Nürn­berg. 1911: Anschluß von Teilen des FC Franken Nürnberg an den 1.FC Nürnberg. 1925: Umbenennung des 1.FC Nürnberg in „1.FC Nürnberg VfL“, um sich einerseits als allgemeiner Sportverein darstellen zu können, andererseits den Traditionsnamen nicht aufgeben zu müssen (dieses Modell ist auch von den weiteren fränkischen Klubs 1.FC Schweinfurt 05 und 1.FC Pleinfeld bekannt).


SpVgg Greuther Fürth
1902: Aufnahme des Fußballspiels im TV Fürth 1860, genannt TV 1860 Fürth; die Fußballabteilung führte den eigenen Namen SpVgg Fürth, wurde allerdings erst 1903 offiziell gemacht. 1902: Gründung des FC Schneidig Fürth. 1906: Abspaltung der SpVgg Fürth vom TV 1860 Fürth (im TV 1860 Fürth wurde später wieder Fußball gespielt). 19??: Gründung des FC Merkur Fürth. 19??: Gründung des FC Pfeil Fürth. 1912: Anschlüsse des FC Merkur Fürth und des FC Pfeil Fürth an den Turnverein ATV Fürth (ATV = Arbeiterturnverein) und Bildung dessen Fußballabteilung, daraufhin dessen Umbenennung in TuSpo Fürth 1895. 1929: Anschluß des FC Schneidig Fürth an die SpVgg Fürth. 1933: Auf Geheiß des NS-Regimes, da Arbeiterverein, Zwangsauflösung von TuSpo Fürth 1895. 1943-194?: Kriegs­spielgemeinschaft (KSG Fürth, Auftreten offenbar aber als SpVgg Fürth) der SpVgg Fürth mit dem TV 1860 Fürth und der BSG Dynamit Fürth (BSG = Betriebssportgemeinschaft; Dynamit = Werksname). 1948: Wiedergründung von TuSpo Fürth 1895. 1974: Gründung des TSV Vestenbergsgreuth (Vestenbergsgreuth ist ein Ort fernab Fürths). 1996: Anschluß der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth an die SpVgg Fürth, daraufhin deren Umbenennung in SpVgg Greuther Fürth (beim TSV Vestenbergsgreuth wurde weiterhin Jugendfußball betrieben, seit 2007 gibt es eine Herrenmannschaft). 2003: Fusion zwischen der SpVgg Greuther Fürth und TuSpo Fürth 1895, der Name blieb SpVgg Greuther Fürth.


Arminia Bielefeld
190?: Bildung von Fußballgruppen in den Bielefelder Geselligkeitsvereinen Terpsichore und Teutonia. 1905: Da sie nicht geduldet wurden, Abspaltung der beiden Fußballgruppen und deren Vereinigung zum Fußballverein 1. Bielefelder FC Arminia. 190?: Gründung des FC Siegfried Bielefeld. 1907: Anschluß des FC Siegfried Bielefeld an den 1. Bielefelder FC Arminia. 1908: Austritte von Mitgliedern, die 1909 „Spiel und Sport Bielefeld“ gründeten. 1919: Fusion zwischen dem 1. Bielefelder FC Arminia und dem Turnverein Bielefelder TG 1848 zur TG Arminia Bielefeld (TG = Turngemeinde). Als entstehende Kurzform wurde „TAB“ verwendet. 1922: Konkurs; Neugründung des 1. Bielefelder FC Arminia (und auch des Turnvereins Bielefelder TG 1848). 1926: Umbenennung des 1. Bielefelder FC Arminia in DSC Arminia Bielefeld (DSC = Deutscher Sport­club). 1943-1945: Kriegsspielgemeinschaft (VfB/Arminia Bielefeld) mit dem VfB Bielefeld.



Union Berlin
1898: Gründung des Oberschöneweider FC Excelsior (Oberschöneweide ist ein damals noch nicht eingemeindeter Stadtteil Berlins). 1906: Gründung des FC Olympia (ohne Ortsname). 1906: Auflösung des FC Olympia. 1906: Gründung von Frisch Auf 1906 Oberschöneweide als Nachfolger des FC Olympia. 1906: Aufspaltung des Oberschöneweider FC Excelsior in den FC Preußen Oberschöneweide und den FC Vorwärts Ober­schöne­weide. 1906: Fusion zwischen Frisch Auf 1906 Oberschöneweide, dem FC Preußen Oberschöneweide und dem FC Vorwärts Oberschöneweide zum FC Olympia 06 Oberschöne­weide. 1906: Anschluß des FC Olympia 06 Oberschöneweide an den Berliner TuFC Helgoland 97 und Bildung dessen Jugendmannschaft unter dem Namen „BTuFC Helgoland 97/ Abtlg. Oberschöneweide“ (TuFC = Thor- und Fußballclub). 1907: Ausgliederung beim Berliner TuFC Helgoland 97, Anschluß an den Berliner TuFC Union 92 und Bildung dessen 4. Mannschaft unter dem Namen „BTuFC Union 92/ Abtlg. Oberschöneweide“ (TuFC = Thor- und Fußballclub). 1910: Ausgliederung beim Berliner TuFC Union 92 und Neugründung als SC Union 06 Oberschöneweide. Dieser Name sollte die Verbundenheit zum verlassenen Dachgeber ausdrücken. 1919: Bildung von Ablegern in den brandenburgischen Orten Fürstenwalde, Bestensee und Klosterfelde, wo die Vereine heute deshalb auch alle Union heißen. 1945: Auf alliiertes Geheiß Zwangsauflösung und Zwangsgründung der SG Oberschöneweide (SG = Sportgruppe). 1948: Wiederzulassung des Vorkriegsvereins unter dem Namen SG Union Oberschöneweide (SG = Sportgemeinschaft). 1949: Gründung der BSG TRO Oberschöneweide (TRO = Transformatorenwerk). 1950: Übersiedlung vieler Spieler und Funktionäre der SG Union Oberschöneweide nach West-Berlin, um dort den SC Union 06 Berlin sowie den Berliner BC Südost zu gründen. 1951: Delegierung der 1. Mannschaft der SG Union Oberschöneweide zur BSG TRO Oberschöneweide, daraufhin deren Umbenennung in BSG Motor Oberschöneweide (mit dem verbliebenen Rest wurde die SG Union Oberschöneweide noch bis 1972 weitergeführt). 195?: Gründung des SC Motor Berlin. 1955: Delegierung der 1. Mannschaft der BSG Motor Oberschöneweide zum SC Motor Berlin. 1957: Fusion zwischen dem SC Motor Berlin, dem Rest der BSG Motor Oberschöneweide, der BSG KWO Berlin (KWO = Kabelwerk Oberspree) und zwei weiteren Oberschöneweider Betriebssportgemeinschaften zum TSC Oberschöneweide (sowie zur fußballosen TSG Oberschöneweide). 1963: Fusion zwischen dem TSC Oberschöneweide und den fußballosen Vereinen SC Rotation Oberschöneweide und SC Einheit Oberschöneweide zum TSC Berlin. 1966: Ausgliederung der Fußballabteilung des TSC Berlin als 1.FC Union Berlin (da die DDR-Sportführung die Gründung einiger „Fußballclubs“ angeordnet hatte). 1975: Neugründung der BSG KWO Berlin. 1990: Auflösung der BSG KWO Berlin und Anschluß der Spieler an den 1.FC Union Berlin.


Würzburger Kickers
1907: Gründung des FC Würzburger Kickers. 19??: Entstehung des VfL Würzburg. 1928: Gründung des RTSV Würzburg (RTSV = Reichsbahn- Turn- und Sportverein). 1928: Anschluß des VfL Würzburg an den FC Würzburger Kickers, daraufhin dessen Umbenennung in „FC Würzburger Kickers VfL“. 1930: Rückbenennung in FC Würzburger Kickers. 1943-1945: Kriegsspielgemeinschaft (KSG Würzburg) des FC Würzburger Kickers mit dem 1. Würzburger FV 04. 1946: Anschluß des RTSV Würzburg an den FC Würzburger Kickers, daraufhin dessen Umbenennung in SC Würzburger Kickers. 1956: Abspaltung der dem RTSV Würzburg zuzurechnenden Bestandteile als ETSV Würzburg (ETSV = Eisenbahn- Turn- und Sportverein). Rückbenennung des SC Würzburger Kickers in FC Würzburger Kickers.


VfB Stuttgart
1893: Aufnahme des Fußballspiels beim Rugby-Verein Cannstatter FC (Cannstatt ist ein damals noch nicht eingemeindeter Stadtteil Stuttgarts). 1897: Abspaltung eines FC Krone Cannstatt, gemeinhin „Kronenklub“ genannt. 1908: Nachdem man es auch schon in den ersten Jahren nach der Gründung betrieben hatte, Wiederaufnahme des Fußballspiels beim Rugby-Verein FV 1893 Stuttgart. 1912: Fusion zwischen dem FV 1893 Stuttgart und dem „Kronenklub“ Cannstatt zum VfB Stuttgart 1893. 1914-1915: Kriegsbedingt vorübergehender Anschluß des VfB Stuttgart 1893 (wie auch der Stuttgarter Kickers) an den „FV Die Blauen Elf“ (ohne Ortsname).


Fortuna Düsseldorf
1908: Gründung des „Düsseldorfer Fußballklub Spielverein“, genannt „Spielverein 08“. 1911: Gründung des FK Alemania 1911 Düsseldorf-Flingern (Flingern ist ein Stadtteil Düsseldorfs). 1912: Umbenennung des FK Alemania 1911 Düsseldorf-Flingern in FK Fortuna 1911 Düsseldorf-Flingern. Grund für die Aufgabe des Namens Alemania war vermutlich das Ansinnen, auf mehrere in der 1. Mannschaft spielende Niederländer einen freundlicheren Eindruck zu machen. 1913: Anschluß des „Spielvereins 08 Düsseldorf“ an den FK Fortuna 1911 Düsseldorf-Flingern, daraufhin dessen Umbenennung in Düsseldorfer FK Fortuna. 1919: Fusion zwischen dem Düsseldorfer FK Fortuna und dem Turnverein TV Flingern 1895 zum Düsseldorfer TSV Fortuna 1895. 1944-1945: Kriegs­spielgemeinschaft (KSG Düsseldorf) mit dem Düsseldorfer SC 99 und dem BC 05 Düsseldorf.


SV Sandhausen
1905: Gründung des FC Victoria 1905 Sandhausen, der in manchen Quellen als Vorläufer gehandelt wird. 1914: Auflösung. 1916: Gründung des SV Sandhausen. 1943-1945: Kriegsspielgemeinschaft (KSG Walldorf-Wiesloch) mit dem TSV Walldorf und dem VfB Wiesloch (Walldorf und Wiesloch sind Orte in der Nähe). 1945: Auf alliiertes Geheiß Zwangs­auflösung des SV Sandhausen und Zwangsgründung der SG Sandhausen (SG = Sportgemeinschaft). 1951: Auflösung der SG Sandhausen, Wiedergründung des SV Sandhausen 1916.




1860 München
1899: Aufnahme des Fußballspiels im TV München 1860. Wenn überhaupt, dann war die Jahreszahl soeben erst in den Vereinsnamen aufgenommen worden. Man sprach noch vom TV München. Die Prägung der Jahreszahl erfolgte in einem allmählichen Prozeß und dauerte rund ein Vierteljahrhundert. 1919: Umbenennung in TSV München 1860. 1924: Aufspaltung in den Turnverein TV München 1860 und den Fußballverein SpV München 1860 (SpV = Sportverein; im Zuge der deutschlandweiten „Reinlichen Scheidung“ zwischen Turnern und Fußballern). 1934: Im Sinne des nationalsozialistischen Gleichschaltungsgedankens freiwillig erneuter Zusammenschluß zum TSV München 1860 (nicht: TSV 1860 München). 1939-1939: Evtl. kurzzeitige Kriegs­spielgemeinschaft (Name unbekannt) mit dem Post SV München.


FC St. Pauli
1907: Aufnahme des Fußballspiels im „Hamburg - St. Pauli TV 1862“ (St. Pauli ist ein Stadtteil Hamburgs), die offizielle Gründung der Fußballabteilung erfolgte jedoch erst 1910. Sprachlich korrekt hätte der Verein „Hamburg-St.-Paulianischer TV 1862“ heißen müssen. 1924: Abspaltung der Fußballabteilung als FC St. Pauli 1910 (im Zuge der deutschland­weiten „Reinlichen Scheidung“ zwischen Turnern und Fußballern).


1.FC Kaiserslautern
1899: Gründung des FC Kaiserslautern. 1899: Gründung der FG 1899 Kaiserslautern (FG = Fußballgesellschaft). 1900: Fusion zwischen dem FC Kaiserslautern und der FG 1899 Kaiserslautern zum FC 1900 Kaiserslautern. Die verbreitete Darstellung, Fusionspartner der FG 1899 Kaiserslautern wäre ein FC Germania 1896 Kaiserslautern gewesen, geht auf eine mindestens seit der Festschrift von 1925 umlaufende Ente zurück. 1901: Gründung des FC Palatia Kaiserslautern. 1902: Abspaltung eines FC Bavaria Kaiserslautern vom FC 1900 Kaiserslautern. 1907: Umbenennung des FC Palatia Kaiserslautern in FV Palatia Kaiserslautern. 1909: Fusion zwischen dem FC 1900 Kaiserslautern, dem FV Palatia Kaiserslautern und dem FC Bavaria Kaiserslautern zum FV Kaiserslautern (kurz darauf Wiedergründung eines FC Bavaria Kaiserslautern, und 1910 entsteht auch wieder ein FC Palatia Kaiserslautern). 1910: Gründung des FC Phönix Kaiserslautern. 1918 oder 1919: Umbenennung des FC Phönix Kaiserslautern in SpV Phönix Kaiserslautern (SpV = Sport­verein). 1929: Fusion zwischen dem FV Kaiserslautern und dem SpV Phönix Kaiserslautern zum „FVK/Phönix Kaiserslautern“. 1931: Umbenennung des „FVK/Phönix Kaiserslautern“ in 1.FC Kaiserslautern. 1944-1945: Kriegsspielgemeinschaft (KSG Kaiserslautern) des 1.FC Kaiserslautern mit dem VfR Kaiserslautern und der TSG Kaiserslautern, ohne ein Pflichtspiel zu bestreiten. 1945: Auf alliiertes Geheiß Zwangsauflösung des 1.FC Kaiserslautern. 1946: Neugründung.


VfL Bochum
1906: Gründung des FC 06 Bochum. 1908: Gründung des SV Germania Bochum. 1908: Gründung von SuS 08 Bochum (SuS = Spiel und Sport). 19??: Entstehung von Vorwärts Bochum. 1911: Aufnahme des Fußballspiels im TV 1848 Bochum. Dieser Turnverein war infolge eines 1848 in der Zeitung erschienenen Aufrufs 1849 gegründet worden. 1919: Anschluß von SuS 08 Bochum an den TV 1848 Bochum, daraufhin dessen Umbenennung in TuS 1848 Bochum. 1924: Anschlüsse des FC 06 Bochum und von Vorwärts Bochum an den SV Germania Bochum, daraufhin dessen Umbenennung in „SV Germania Vorwärts Bochum 1906“, Umgangs­bezeichnung SV Germania 06 Bochum. 1924: Auf­spaltung von TuS 1848 Bochum in den Turnverein TV 1848 Bochum und den Fußballverein TuS 08 Bochum (im Zuge der deutschlandweiten „Reinlichen Scheidung“ zwischen Turnern und Fußballern). 1938: Auf Geheiß des NS-Regimes Zwangsfusion zwischen dem SV Germania 06 Bochum, TuS 08 Bochum und dem TV 1848 Bochum zum VfL Bochum 1848. 1943-1944: Kriegsspielgemein­schaft (KSG VfL/Preußen Bochum) des VfL Bochum 1848 mit dem SV Preußen 07 Bochum. 1949: Jahrzehnte der Zeit voraus und daher erwähnenswert, Ausgliederung der Fußballabteilung als „VfL Bochum 1848 Fußball­gemeinschaft“.


Erzgebirge Aue
1934: Gründung der SV Aue (SV = Sportvereinigung). 1946: Auf alliiertes Geheiß Zwangsauflösung und Zwangs­gründung der SG Aue. 1946: Umbenennung in SG FDJ Aue (FDJ = Organisation „Freie Deutsche Jugend“). 1949: Umbenennung in BSG Pneumatik Aue. 1950: Um­benennung in BSG Zentra Wismut Aue. Laut Satzung versteht sich der Verein heute auch als Nachfolger einer vorherigen „BSG Freiheit Wismut“ - möglicherweise verwechselt man sich da selbst mit einem Klub aus Lauter. 1951: Um­benennung in BSG Wismut Aue. 1954: Delegierung nach Karl-Marx-Stadt (= Chemnitz) und daher Umbenennung in SC Wismut Karl-Marx-Stadt. Aufgrund von Protesten durfte der Spielbetrieb aber weiterhin in Aue stattfinden. 1963: Delegierung „nach Aue“ und Rückstufung zum Betriebssportverein, daher Rückbenennung in BSG Wismut Aue. 1990: Umbenennung in FC Wismut Aue. 1993: Umbenennung in FC Erzgebirge Aue.



Karlsruher SC
1894: Gründung des Karlsruher FC Phönix durch Abtrünnige der fußballosen Karlsruher TG (TG = Turngemeinde). 1895: Gründung des 1.FV Sport Mühlburg (Mühlburg ist ein Stadtteil Karlsruhes). 1897: Gründung des Karlsruher FC Alemannia. 1898: Gründung des FC Germania 1898 Karlsruhe. 1902: Gründung des FC Weststadt 1902 Karlsruhe. 1905: Abspaltung der Fußballabteilung des 1.FV Sport Mühlburg als FC 1905 Mühlburg (woraufhin sich auch der Rest des 1.FV Sport Mühlburg auflöste). 1905: Gründung des FC Union Karlsruhe. 1907: Gründung des FC Viktoria Mühlburg. 1910: Anschluß des FC Union Karlsruhe an den FC Germania 1898 Karlsruhe. 1911: Fusion zwischen dem FC Germania 1898 Karlsruhe und dem FC Weststadt 1902 Karlsruhe zum VfB Karlsruhe. 1912: Fusion zwischen dem Karlsruher FC Phönix und dem Karlsruher FC Alemannia, der Name blieb Karlsruher FC Phönix. 1919: Anschluß des FC Viktoria Mühlburg an den FC 1905 Mühlburg. 1933: Auf Geheiß des NS-Regimes Zwangsfusion zwischen dem FC 1905 Mühlburg und dem VfB Karlsruhe zum VfB Mühlburg. 1943-44: Kriegsspielgemeinschaft (KSG Phönix/Germania Karlsruhe) zwischen dem Karlsruher FC Phönix und dem FC Germania Durlach (Durlach ist ein Stadtteil Karlsruhes). 1952: Fusion zwischen dem Karlsruher FC Phönix und dem VfB Mühlburg zum „Karlsruher SC Mühlburg-Phönix“, genannt Karlsruher SC.


Dynamo Dresden
1948: Gründung der SG Deutsche Volkspolizei Dresden. 1950: Neuzusammensetzung der Mannschaft mit Spielern anderer Volkspolizei-Klubs, vor allem von der SG Deutsche Volkspolizei Potsdam, die auch in den Folgejahren umfassend lieferte. 1953: Umbenennung in SG Dynamo Dresden. 1954: Delegierung der 1. Mannschaft nach Berlin zwecks Bildung des SC Dynamo Berlin. Mit dem ver­bliebenen Rest wurde ab 1955 der Liga-Startplatz des SC DHfK Leipzig (DHfK = Deutsche Hochschule für Körperkultur) ein­schließlich Tabellenstand übernommen. 1990: Umbenennung in 1.FC Dynamo Dresden. 2006: Rück­benennung in SG Dynamo Dresden.


1.FC Heidenheim
1911: Aufnahme des Fußballspiels im VfB Heidenheim. 1911: Aufnahme des Fußballspiels im TV Heidenheim. 1922: Fusion zwischen dem VfB Heidenheim und der Fußballabteilung des TV Heidenheim zum VfR Heidenheim. 19??: Bildung der SpVgg Heidenheim. 1935: Anschluß der SpVgg Heidenheim an den TV 1846 Heidenheim (früher: TV Heidenheim). 1936: Fusion zwischen dem VfR Heidenheim und dem Schwimmverein SV 04 Heidenheim zum VfL Heidenheim 04. 1937: Fusion zwischen dem TV 1846 Heidenheim und dem 1.SV 1900 Heidenheim zum TSV 1846 Heidenheim. Beim 1.SV 1900 Heidenheim ist unklar, ob er Fußball spielte und ggfls. seit wann. Vorsichtshalber sei angeführt, daß er ursprünglich AC oder AK Hellenstein Heidenheim (AC/AK = Athletenclub/-klub) hieß und sich 1920 umbenannte. 1946: Fusion zwischen dem TSV 1846 Heidenheim und dem Turnverein TB Heidenheim 1902 zum TSB 1846 Heidenheim. 1949: Aufspaltung des VfL Heidenheim 04 in den VfL Heidenheim 1911 und den Schwimmverein SV 04 Heidenheim, also Aufhebung der Fusion von 1936. 1972: Fusion zwischen dem VfL Heidenheim 1911 und dem TSB 1846 Heidenheim zum Heidenheimer SB 1846. 2007: Ausgliederung der Fußballabteilung des Heidenheimer SB 1846 als 1.FC Heidenheim 1846. Zur Unverfrorenheit, einen reinen Fußball-Bezeichnungsnamen mit Turner-Jahreszahl zu verquicken, siehe „Zeitgeschehen / Heidenheimer Namenslüge“.